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Schweizer Tracing-App für das Coronavirus geleakt

Seit einigen Wochen tüfteln findige Schweizer an einer App, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wie die News zeigen. Nun startete die App in ihre Testphase mit rund 15.000 Probanden, doch es unterlief ein Fehler. Der Link zur App sickerte durch und diese war plötzlich im Android-App-Store verfügbar. So haben sich einige nicht eingeladene Teilnehmer kurzerhand in die Testgruppe geschmuggelt.

Für alle verfügbar

Bevor die Schweizer Tracing-App „SwissCovid“ veröffentlicht werden kann, muss jene von einer ausgewählten Gruppe an Menschen getestet werden. Unter die Gruppenmitglieder fielen User aus der Armee, dem Gesundheitswesen oder auch der Bundesverwaltung. Allerdings kam es zu einem großen Fehler, denn der Link zur Installation, welcher eigentlich nur an die ausgewählten Tester verschickt werden sollte, wurde geleakt. Waren Sie schnell, konnten Sie sich die App „SwissCovid“ schon jetzt herunterladen. Mittlerweile sieht das aber anders aus. Die App „SwissCovid“ ist über den Google Play Store nicht mehr auffindbar, jedoch ist das noch über den Link möglich. Über den Link werden Sie nicht nur zur App weitergeleitet, sondern können jene sogar installieren.

Vollkommen normal

Eigentlich war es vollkommen normal, dass die Tracing-App bereits im Google Play Store zu finden war. Der Grund ist, dass diese im Store verfügbar sein muss, wenn ein offener Test mit einer größeren Gruppe stattfinden soll. Das hatte aber zur Folge, dass die App für Dritte verfügbar war und teilweise in Suchergebnissen auftauchte. Inklusive des Links zur Installation konnten sich also einige schnelle Android-Nutzer in die eigentlich begrenzte Testgruppe hineinschmuggeln. Anders sah es für alle Nutzer von Apple-Phones aus. Hier war die App noch nicht verfügbar. Generell nimmt die Entwickler-Plattform „TestFlight“ auch nur Tests mit maximal 10.000 Teilnehmern vor.

Was kann die App?

Zwar gibt es noch einige Probleme rund um die App, doch ist jene erst einmal fertig, hat sie eine wichtige Aufgabe. Sie warnt Sie davor, falls Sie Kontakt zu einer Person hatten, welche mit dem gefährlichen Coronavirus infiziert war. Dadurch soll die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden, da sich Benutzer nun selbst bei den Behörden melden können, falls jene Kontakt zu einem Infizierten hatten. Das erleichtert die Arbeit der Regierung enorm, denn bisher musste jene alle Personen ausfindig machen, die in Verbindung mit einem Infizierten standen. Die App könnte den gesamten Vorgang massiv vereinfachen.